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Die PEP

Postexpositionsprophylaxe

Die Postexpositionsprophylaxe, kurz PEP genannt, ist der Versuch, das Risiko einer HIV-Infektion nach einem Kontakt mit (möglicherweise) infektiösem Material so gut wie möglich zu verringern.
Früher wurde die PEP vor allem im medizinischen Bereich nach z.B. Nadelstichverletzungen eingesetzt. Die Postexpositionsprophylaxe kann aber in bestimmten Fällen wie z.B. nach einem Risikokontakt mit einer HIV-positiven Person eingesetzt werden.

Prinzipiell ist die PEP nichts anderes als die Einnahme einer normalen HIV-Therapie (antiretrovitale Therapie – ART) über einen Zeitraum von insgesamt 4 Wochen.
Die Einnahme soll immer so schnell wie möglich nach dem Risikokontakt erfolgen, spätestens jedoch nach 48 Stunden.
Eine schnelle Möglichkeit ist hierbei sofort nach dem Zwischenfall die Medikamente des HIV-positiven Partners einzunehmen und unverzüglich eine HIV-Ambulanz zu kontaktieren.
Es sollen immer auch die betroffenen Körperstellen (Mund, äußere Geschlechtsteile, Augen) sofort mit Wasser oder einem schleimhautverträglichen Desinfektionsmittel (z.B. Octenisept, Betaisodona-Lösung) gereinigt werden.
Aber Achtung – Körperhöhlen (Vagina, Mastdarm) dürfen nicht gespült werden. Hier würde man das infektiöse Material nur noch weiter in den Körper spülen.

Die Postexpositionsprophylaxe ist ein Versuch, das HIV-Infektionsrisiko zu senken, kann dieses aber nicht mit Sicherheit auf Null reduzieren und stellt daher keine Alternative zu Safer Sex dar!

HIV-Station des AKH (4 Süd): 0043-1-404004240
oder
HIV-Station Klinik Penzing: 0043-1-9106042710